CRPS-Selbsthilfe.de

Besser leben mit CRPS, chronischen Schmerzen und Behinderung

Was kostet die freiwillige Versicherung?

Wie bemisst sich nun der Beitrag für Selbständige? Das ist erstaunlich einfach. Man wählt für seine freiwillige Versicherung ein fiktives Jahreseinkommen aus, von dem direkt die Höhe des Beitrags und der Leistungen abhängt. Dieses fiktive Jahresgehalt liegt derzeit bei mindestens 22.932 Euro und darf 120.000 Euro nicht übersteigen. Fällt man auf dem Arbeitsweg beispielsweise vom Fahrrad oder wird vom Bus angefahren (Achtung: hier gibts nur ökologisch korrekte Beispiele!), erhält man dadurch Anspruch auf Leistungen, muss aber auch einige Regeln beachten: Beispielsweise zeitnah den Unfall zu melden und einen sogenannten D-Arzt aufzusuchen, der die berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung einleitet. Läuft das alles, erhält man ab dem 22. Tag der Arbeitsunfähigkeit das Verletztengeld. Hat man nun zum Beispiel ein fiktives Jahreseinkommen von 96.000 Euro angegeben, was bis Ende 2019 der Höchstbetrag war, erhält man rund 6400 Euro Verletztengeld pro Monat (Pro Tag wird der 450. Teil der Versicherungssumme ausgezahlt). Davon werden Beiträge zur Renten-und Pflegeversicherung einbehalten, die in diesem Fall dann auch mal ‚ordentlich‘ punkten. Im obengenannten Beispiel mit dem amputierten Unterschenkel und den 40 % bekäme man dann dauerhaft 2133, 33 Euro im Monat als Erwerbsminderungsrente ausbezahlt. Steuerfrei und bedingungslos. Nicht viel für ein Bein, aber deutlich mehr, als jede private Unfall-Rentenversicherung zu bieten hat, wenn man sich vorher nicht dumm und dämlich zahlen will.

Selbständige werden von der Verwaltungs-BG versichert

Denn die freiwillige Unternehmerversicherung ist unschlagbar günstig und treibt jedem Versicherungsmakler Tränen in die Augen. Bei der obengenannten Versicherungssumme von 96.000 Euro zahlt der Inhaber einer Werbeagentur pro Jahr rund 190 Euro in der Gefahrklasse 3. Selbständige Dompteure, Astronauten und andere Profi-Extremsportler müssen natürlich mehr berappen, finden aber auch dort Ihre Versicherung. Ich empfehle grundsätzlich den Höchstbetrag abzuschließen. Denn als Selbständige haben wir laufende Kosten zu tragen, die im Ernstfall wegen fehlender Einnahmen kein unüberbrückbares Hindernis mehr darstellen.

Ich empfehle von daher jedem Selbständigen ganz dringend den Abschluss der freiwilligen Unternehmerversicherung bei der VBG. Alle Informationen finden sich bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, die für die meisten Unternehmer zuständig ist. Die Anmeldung dauert online keine 10 Minuten und man ist sofort versichert. Mir hat es das Leben gerettet!

Im nächsten Teil erfahrt Ihr, wie man die Unternehmerversicherung mit ein Paar einfachen Tricks noch besser machen kann!